Flucht von der Realität
Jeder Tag sah genau so wie der andere. Aufstehen, das Spiel aufstarten, spielen. Alles andere war nicht wichtig, als ob es keine andere Welt außer der digitale gäbe. Er war imstande 12 Stunden am Tag für blöde sexgames verlieren, ohne darüber nachzudenken, welche Auswirkungen dies nun auf sein Leben haben könnte. Da sich seine Neigung mit der Zeit zu einer Spielsucht entwickelt hatte, löste das mehrere Konflikte mit den Familiemitgliedern aus. Auch seine Freunde begannen, ihn zu meiden, denn wie lange kann man eigentlich fragen, wann er sich mit ihnen nun treffen werde... An seine Freunde dachte er aber nicht. Er hat sich ganz in die Welt der sexgames verloren. Vielleicht darum, dass er keine Chancen hatte, im echten Leben seine Phantasien zu erleben. Die künstlich geschaffene Welt doch, zwar war das nicht den normalen Erlebnissen gleichzusetzen aber doch! Und wie! Die Frauen, denen er jeden Tag begegnet hatte, waren tausendmal schöner als die, die er normalerweise auf der Straße getroffen hatte. Die Spiele waren für ihn ein Feld, wo er immer der Gewinner war. Dies war definitiv keine Welt, wo er zu befürchten hatte, ausgelacht zu werden. Hier war er endlich er.